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Mar 11, 2009 - 1 minute read - ContentMafia Kommentar Legal Mein Senf!

Geistiges Eigentum abschaffen!

heise.de berichtete heute dass zwei US Wirtschaftswissenschaftler angesichts der Wirtschaftskrise die Abschaffung des Eigentums auf immaterielle Güter fordern. Die beiden Wissenschaftler sagen dass dieser ganze Patentmist und Eigentumsrechte die Innovation behindern (dah!) und der Wirtschaft insgesamt mehr schaden als nutzen.

Ich kann mich solch einer Forderung ja nur nachhaltig anschließen, auch ohne Wirtschaftskrise. Copyright ist Aberglaube, das sage ich ja schon lange. Jetzt wäre es echt mal an der Zeit diesen ganzen alten Mist aus dem letzten Jahrtausend abzuschaffen. Seit dem beginn der digitalen Revolution funktionieren diese Konzepte ehe nicht mehr. Dafür verursachen sie aber unendlich viel volkswirtschaftlichen Schaden und führen zu massiven Kollateralschäden.

Desto mehr von etwas verfügbar ist, desto geringer wird der Preis dafür. Das haben wir alle schon in der Schule gelernt. Digitale Güter sind ohne Qualitätsverlust beliebig oft kopierbar und damit unendlich verfügbar, also tendiert der Preis dafür gegen Null, ist doch klar! Nur die ContentMafia will das einfach nicht einsehen und versucht mit dubiosen Mitteln ihre Pfründe zu sichern die nicht gesichert werden können so lange die Marktwirtschaft weiter das vorherrschende Wirtschaftssystem ist.

Also weg mit den Patenten, weg mit dem Markenschutz, weg mit dem Copyright, hin zu einer freien Gesellschaft des Teilen, jetzt!

Die Videoansprache der beiden amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler steht unter http://news-info.wustl.edu/tips/page/normal/13656.html.

Mar 10, 2009 - 1 minute read - technologie

Opentracker erobert die Welt: Heute Norwegen

OpenTracker ist die bester bit-torrent tracker software der Welt. The Piratebay nutzt Opentracker schon länger. Nun will auch das staatliche norwegische Fernsehen (NRK) einen eigenen Tracker aufmachen. Und natürlich nehmen sie die beste Trackersoftware die es gibt.

Meine Glückwünsche an erdgeist, denis, cryx, Hannes und alle anderen die das OpenTracker-Team unterstützt haben. Ich hoffe das norwegische Fernsehen hält sich an die Lizenz und kauft euch viel leckeres norwegisches Bier.

Mein tracker fährt natürlich auch auf OpenTracker.

Torrentfreak hat auch einen Artikel (auf englisch) zum Thema.

Mar 9, 2009 - 2 minute read - Censorship Erfahrungen In eigener Sache Kommentar this blog

Der erste Schock ist vorbei

Über das Wocheende hab ich meinen ersten Schock, den mir die selbst ernannten Rächer des Internets am Freitag mit ihrer unprofessionellen takedown notice verpasst haben größtenteils überwunden.

Ich stelle mal fest:

  • Die selbst ernannten Rächer des Internets sind - in meinem Fall - voll über das Ziel hinaus geschossen.

  • Ich werde den Eindruck nicht los dass deren Content Analysten eher absolut unfähig sind. Die lesen die Beiträge ja noch nicht mal richtig. Besonders scheint ihnen die Natur eines Blogs nicht vertraut, man hielt es zumindest nicht für nötig auch mal die anderen Postings im selben Kontext zu lesen. Weshalb sie auch gleich den echten Knaller (die durch meine Analysen der geleakten Zensurlisten aufgedeckten Server in Deutschland) glatt übersehen haben.

  • Die juristische Beurteilung des gemeldeten - möglicherweise problematischen - Inhalts scheint eher dürftig zu sein. In den letzten Tagen haben mehrere Juristen für mich über den beanstandeten Text / bzw. mein posting geschaut, keiner sah den Tatvorwurf auch nur annähernd erfüllt. Bei den selbst ernannten Rächer des Internets scheint man gerne mal nach der Devise “Lieber zu viel anschwärzen als zu wenig” zu verfahren.

  • Aber der Knaller bleibt für mich ja dass sie zwar zu mir kommen und den veröffentlichten Text beanstanden, aber das wo gegen sich die ECO Beschwerdestelle eigentlich richten soll nicht wahrnehmen. Ansonsten wäre es ja nahe liegend gewesen erstmal gegen die Server in Deutschland vorzugehen.

Ist mir nicht ganz klar wie die arbeiten, und was das soll. Scheint mir nicht besonders professionell zu sein. Eher so unüberlegt, unklar, erstmal Drohen, kurzum viel heiße Luft um nichts. Eigentlich finde ich so eine Einrichtung nicht schlecht, aber wenn man so was macht dann doch bitte richtig und nicht so oberflächlich, unsauber und vorschnell.

Also echt, takedown Notizen verschicken und noch nicht mal die beanstandete URL rein schreiben, das geht mal gar nicht! Das ist einfach nur eine billige FUD Strategie! Das eigentlich traurige ist ja, das die bei ECO sogar zu doof sind sich nicht selber ein Bein zu stellen. Eigentlich sind die ja auch gegen die diskutierten Internetsperren. Auf diesem Blog hätten sie Material in Hülle und Fülle finden können um ihre Argumentation zu stärken. Aber was machen sie? Sie verschicken unprofessionelle takedown notices. Wenn es nicht so traurig wäre könnt ich - glaube ich - drüber lachen.

Mar 6, 2009 - 1 minute read - Censorship Demokratieabbau In eigener Sache this blog

Jetzt wird auch gegen mich vorgegangen!

Irgendein Zensurfreak hat sich bei der ECO Internetbeschwerdestelle über mein Blog beschwert. Ich habe nun die anonyme Email - die hier stand - aufgrund von relativ massiven Drohungen gegen mich erstmal wieder offline genommen.

Es ist eine Schande was in diesem Land passiert und wie man hier versucht Kritiker der Zensurpläne zu zensieren!

Wenn ECO wirklich was gegen KiPo tun möchte hätten sie schonmal seit dem 26.01.2009 - an diesem Tag hab ich die ersten Listen der KiPo-Server in Deutschland veröffentlicht - Zeit gehabt diese offline zu nehmen. Aber, nein, sie kommen zu mir. Da drängt sich einfach der Verdacht auch das ECO eher den Übermittler der Nachrichten erschießen will, statt wirklich was zu tun. Aber das ist ja auch viel einfacher gegen einen Zensurkritischen Blogger (wie mich und andere) vorzugehen. Wahrscheinlich bekommen sie dafür von den einschlägigen Zensurbefürwortern noch Applaus. Danke ECO, Blogger einschüchtern das könnt ihr, was! Gegen die seit Monaten bekannten Angebote in Deutschland habt ihr nichts getan. Schämt euch!

Mar 4, 2009 - 1 minute read - Censorship InfoPorn try this @home

Zensurlisten selber enumerieren

Ein Leser aus der Schweiz hat was sehr cooles gemacht. Er hat die zusammengeführten alten Zensur-Listen aus Dänemark, Schweden, Finnland und der Schweiz, die ich für meinen Artikel Wo stehen die Server die in Europa blockiert werden? verwendet habe, genommen und die mal bei sich durchlaufen lassen.

Ungefähr so:

{% codeblock lang:sh %} for i in cat dkfichse_15012009txt.sorted; do dig $i | grep 195.141.106.92 » zensur-ch-sunrise.txt; done {% endcodeblock %}

Die IP 195.141.106.92 ist der Webserver mit der Schweizer Stopp-Seite. Heraus kommt also eine Liste von Internet Domains, welche sein Provider (sunrise) sperrt. Die Liste ist u.U. nicht vollständig, da inzwischen neue Seiten (die nicht auf den alten Sperrlisten stehen) ebenfalls zensiert werden. Aber immerhin ist es auf jeden Fall ein Teil der aktuellen Schweizer Zensurliste.

Über ähnliche Zusendungen von Lesern die so was mal bei sich zu hause ausprobiert haben würde ich mich sehr freuen.

Die schon fast obligatorischen Karten mit den Serverstandorten der Liste folgt in kürze. Stay tuned!