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Feb 8, 2010 - 2 minute read - Censorship ContentMafia filesharing Legal

Italien sperrt PirateBay

[caption id="attachment_3010” align="alignleft” width="300” caption="Die italienische Stoppseite für Piratebay”]Bild:StoppSeite[/caption] Wie gulli berichtete hat ein Gericht in Bergamo (Italien) die Verfügung bestätigt dass alle italienischen ISPs den Zugriff auf thepiratebay.org sperren müssen.

Italien ist ja schon gut dabei, beim Sperren von Webseiten. In Italien werden ja schon seit einiger Zeit ausländische Glücksspielseiten gesperrt (scusiblog berichtete), obwohl jeder Italiener ins Ausland fahren darf und dort soviel Glücksspielen darf wie er oder sie will. Neben ausländischen Glücksspielseiten werden auch andere Seiten gesperrt.

tehnische Umsetzung Bisher ist die technische Umsetzung nicht wirklich bekannt, da das Urteil noch nicht veröffentlicht wurde. In der Vergangenheit waren die italienischen Gerichtsurteile zu Netzsperren technisch eher wenig präzise. Den Providern wurde freie Hand gelassen bei der technischen Umsetzung der Sperren.

Nach Einschätzung italienischer Aktivisten werden zunächst DNS Sperren implementiert werden. Später dann - je nach Provider - evtl. auch IP basierte Sperren. So war es in der Vergangenheit. Während es bei den DNS basierten Sperren wenigstens eine Stoppseite gab, auf welcher dem Benutzer mitgeteilt wurde auf welcher juristischen Grundlage die Seite gesperrt wird ist dies bei den IP basierten Sperren in Italien bisher nicht der Fall gewesen.

Interessant ist im Zusammenhang mit der Stoppseite die Tatsache dass in Italien in der Vergangenheit nicht auf einen ‘neutralen’ Stoppserver der ISPs umgeleitet wurde. In früheren Fällen wurde gerne auch auf einen von der italienischen Vereinigung der Musikindustrie, FIMI bereitgestellten Server verwiesen. Die FIMI ist der italienische Ableger der IFPI. Nach Aussage italienischer Aktivisten wurde auf der FIMI Stoppseite auch fleißig versucht den Benutzer auszuspähen, zum Beispiel durch den Versuch Cookies auszulesen.

Bei dem Ministerpräsident wundert mich das irgendwie gar nicht.

Feb 7, 2010 - 1 minute read - Was sonst noch so war

Was sonst noch so war

Feb 4, 2010 - 1 minute read - filesharing Legal

Weitere Schlappe für DigiProtect

DigiProtect hat vor dem Amtsgericht Frankfurt ein Verfahren gegen einen mutmaßlichen Filesharer verloren, so berichtet telepolis.

Aufgrund der bei Wikileaks verbreiteten Dokumente und einer Eidesstattlichen Versicherung des IT-Rechtsexperten Thomas Stadler waren DigiProtect und die Rechtsanwaltskanzlei K. veranlasst worden, aufschlussreiche Einblicke in das Gebaren der Abmahnindustrie zu gewähren.

“Aufgrund der bei Wikileaks verbreiteten Dokumente…” SoSo, hab ich schon erwähnt: wikileaks rockt!. Thomas Stadler rockt auch, wie der die Kanzlei K. vorgeführt hat, einfach nur großartig.

Damit dürfte ein weiterer Nagel in den Sarg der Abmahn-MAFIAA geschlagen worden sein. Mögen sie schnell sterben und für immer Ruhen!

Update | Do 4. Feb 19:59:24 CET 2010

Thomas Stadler: Amtsgericht Frankfurt weist Klage von DigiProtect / Kornmeier auf Erstattung von Abmahnkosten ab

Feb 4, 2010 - 2 minute read - Censorship digital self-defense In eigener Sache this blog

geplanter Vortrag: praktische AntiZensur

Ich hab gerade mal ein Vortrag/Workshop für die re:publica und für die SigInt eingereicht. Hier mal der Abstract aus’m pentabarf:

Der Beitrag ‘praktische AntiZensur’ wird ein Vortrag über das Umgehen von Internet-Zensur, kombiniert mit einem live Workshop zum mitmachen. Zum Vortrag wird es ein Testnetzwerk geben, in welches sich die Teilnehmer einloggen können. Während des Vortrages werden dann nach und nach verschiedene Zensur-Eskalationsstufen scharf geschaltet. Der Vortrag erklärt welche Möglichkeiten es gibt die Zensur-Maßnahmen zu umgehen. Die Teilnehmer können direkt vor Ort - im Testnetz - versuchen ob sie um diese Zensurmaßnahmen herum kommen und wenn ja, wie.

Ebenso soll beleuchtet werden was Internetnutzer, Blogger und Administratoren tun können um anderen - die direkt von Zensur im Internet betroffen sind - zu helfen diese zu umgehen.

Dann hoffe ich mal das der Beitrag angenommen wird und wer Lust hat an der technischen Umsetzung mitzuarbeiten, oder davon Teile zu übernehmen, gerne einfach bei mir melden. Oder wenn jemand ein richtiges DPI System besorgen kann, auch gut!

Zur Vorbereitung des Vortrages würde mich auch interessieren was typische real-world Zensur-Eskalationsstufen sind. Also Beispiele aus Ländern in denen das Internet zensiert wird welche Maßnahmen dort nach und nach getroffen wurden. Für einen guten Kontakt den man dazu befragen kann wäre ich auch dankbar.

Das ganze Material was dabei entsteht werde ich dann veröffentlichen, damit es auch von anderen genutzt werden kann, z.B. wenn man die Tante im Iran besucht, oder die lieben Verwandten in China ;-)

Zensor, wir wissen wo dein System Löcher hat!

kleines Update: Dieser Beitrag wurde auf dem twitterscreen der transmediale gefeatured, wie man hier sehen kann.

Bildquelle: twitpic

Feb 4, 2010 - 1 minute read - Censorship ContentMafia filesharing Legal

Australien: AFACT vs. iiNet; iiNet hat gewonnen

In Australien hat die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) sic! versucht den Internet-Provider iiNet per Gericht dazu zu zwingen aktiv gegen Filesharing der eigenen Kunden vorzugehen.

Nun ist das Urteil ergangen. iiNet hat voll Umfänglich gewonnen, die Richter haben jegliche Verantwortung für die Aktivitäten der iiNet Kunden oder dritten verneint und iiNet freigesprochen. Die gesamten Kosten des Verfahrens, sowie die Kosten von iiNet muss die AFACT tragen.

Yeah, strike!

Artikel zum Thema bei gulli.com