SpiegelOnline brichtet dass die schwarz-gelbe Regierung in einem Brief an den Bundespräsidenten – der das Gesetzt immer noch nicht Unterschrieben hat – vom geplanten Zugangs-Erschwernis-Gesetzt abrückt.
Demnach will man ein neues Gesetz – zur Löschung von “kinderpornografischen Inhalten” – machen. So wie es sich anhört will man das aber erst in einem Jahr machen wenn man mit dem neuen Kompromiss-Ansatz Löschen statt Sperren Erfahrungen gesammelt hat. Die Erfahrungen sollen dann in das Gesetz einfließen.
Ich bin gespannt, wie das weiter geht.
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Geschützt gegen Internet-Ausdrucker!
Wer suchet, der findet!
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Wie gulli berichtete hat ein Gericht in Bergamo (Italien) die Verfügung bestätigt dass alle italienischen ISPs den Zugriff auf thepiratebay.org sperren müssen.
Italien ist ja schon gut dabei, beim Sperren von Webseiten. In Italien werden ja schon seit einiger Zeit ausländische Glücksspielseiten gesperrt (scusiblog berichtete), obwohl jeder Italiener ins Ausland fahren darf und dort soviel Glücksspielen darf wie er oder sie will. Neben ausländischen Glücksspielseiten werden auch andere Seiten gesperrt.
tehnische Umsetzung
Bisher ist die technische Umsetzung nicht wirklich bekannt, da das Urteil noch nicht veröffentlicht wurde.
In der Vergangenheit waren die italienischen Gerichtsurteile zu Netzsperren technisch eher wenig präzise. Den Providern wurde freie Hand gelassen bei der technischen Umsetzung der Sperren.
Nach Einschätzung italienischer Aktivisten werden zunächst DNS Sperren implementiert werden. Später dann – je nach Provider – evtl. auch IP basierte Sperren. So war es in der Vergangenheit. Während es bei den DNS basierten Sperren wenigstens eine Stoppseite gab, auf welcher dem Benutzer mitgeteilt wurde auf welcher juristischen Grundlage die Seite gesperrt wird ist dies bei den IP basierten Sperren in Italien bisher nciht der Fall gewesen.
Interessant ist im Zusammenhang mit der Stoppseite die Tatsache dass in Italien in der Vergangenheit nicht auf einen ‘neutralen’ Stoppserver der ISPs umgeleitet wurde. In früheren Fällen wurde gerne auch auf einen von der italienischen Vereinigung der Musikindustrie, FIMI bereitgestellten Server verwiesen. Die FIMI ist der italienische Ableger der IFPI. Nach Aussage italienischer Aktivisten wurde auf der FIMI Stoppseite auch fleißig versucht den Benutzer auszuspähen, zum Beispiel durch den Versuch Cookies auszulesen.
Bei dem Ministerpräsident wundert mich das irgendwie gar nicht.
- Cyberkriminelle suchen nun Mitarbeiter per Stellenanzeige.
- Kann man Bomben implantieren?
- Das iPad ist nur eine Fernbedienung
- Die taz erklärt uns die strukturellen Ursachen der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche: Der katholische Eisberg
- Google tut sich mit der NSA zusammen, um Hackerangriffe abzuwehren.
- Die GEZ hat zunehmend Probleme neue Schnüffler einzustellen. Gut so!
- So sieht das aus wenn eine Sekte zum Katastrophenschutz ausrückt. Wahnsinn!
- Fabs erklärt uns im Chaosradio Express Folge 141 das Internetprotokoll IPv4.
Die Freiheit des anders Lesenden endet an der Löschtaste.
Quelle: heise.de Was war, was wird
Großartig!
DigiProtect hat vor dem Amtsgericht Frankfurt ein Verfahren gegen einen mutmaßlichen Filesharer verloren, so berichtet telepolis.
Aufgrund der bei Wikileaks verbreiteten Dokumente und einer Eidesstattlichen Versicherung des IT-Rechtsexperten Thomas Stadler waren DigiProtect und die Rechtsanwaltskanzlei K. veranlasst worden, aufschlussreiche Einblicke in das Gebaren der Abmahnindustrie zu gewähren.
“Aufgrund der bei Wikileaks verbreiteten Dokumente…” SoSo, hab ich schon erwähnt: wikileaks rockt!. Thomas Stadler rockt auch, wie der die Kanzlei K. vorgeführt hat, einfach nur großartig.
Damit dürfte ein weiterer Nagel in den Sarg der Abmahn-MAFIAA geschlagen worden sein. Mögen sie schnell sterben und für immer Ruhen!
Update | Do 4. Feb 19:59:24 CET 2010
Thomas Stadler: Amtsgericht Frankfurt weist Klage von DigiProtect / Kornmeier auf Erstattung von Abmahnkosten ab
Ich hab gerade mal ein Vortrag/Workshop für die re:publica und für die SigInt eingereicht. Hier mal der Abstract aus’m pentabarf:
Der Beitrag ‘praktische AntiZensur’ wird ein Vortrag über das Umgehen von Internet-Zensur, kombiniert mit einem live Workshop zum mitmachen. Zum Vortrag wird es ein Testnetzwerk geben, in welches sich die Teilnehmer einloggen können. Während des Vortrages werden dann nach und nach verschiedene Zensur-Eskalationsstufen scharf geschaltet. Der Vortrag erklärt welche Möglichkeiten es gibt die Zensur-Maßnahmen zu umgehen. Die Teilnehmer können direkt vor Ort – im Testnetz – versuchen ob sie um diese Zensurmaßnahmen herum kommen und wenn ja, wie.
Ebenso soll beleuchtet werden was Internetnutzer, Blogger und Administratoren tun können um anderen – die direkt von Zensur im Internet betroffen sind – zu helfen diese zu umgehen.
Dann hoffe ich mal das der Beitrag angenommen wird und wer Lust hat an der technischen Umsetzung mitzuarbeiten, oder davon Teile zu übernehmen, gerne einfach bei mir melden. Oder wenn jemand ein richtiges DPI System besorgen kann, auch gut!
Zur Vorbereitung des Vortrages würde mich auch interessieren was typische real-world Zensur-Eskalationsstufen sind. Also Beispiele aus Ländern in denen das Internet zensiert wird welche Maßnahmen dort nach und nach getroffen wurden. Für einen guten Kontakt den man dazu befragen kann wäre ich auch dankbar.
Das ganze Material was dabei entsteht werde ich dann veröffentlichen, damit es auch von anderen genutzt werden kann, z.B. wenn man die Tante im Iran besucht, oder die lieben Verwandten in China ;-)
Zensor, wir wissen wo dein System Löcher hat!
kleines Update: Dieser Beitrag wurde auf dem twitterscreen der transmediale gefeatured, wie man hier sehen kann.
In Australien hat die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) sic! versucht den Internet-Provider iiNet per Gericht dazu zu zwingen aktiv gegen Filesharing der eigenen Kunden vorzugehen.
Nun ist das Urteil ergangen. iiNet hat voll Umfänglich gewonnen, die Richter haben jegliche Verantwortung für die Aktivitäten der iiNet Kunden oder dritten verneint und iiNet freigesprochen. Die gesamten Kosten des Verfahrens, sowie die Kosten von iiNet muss die AFACT tragen.
Yeah, strike!
Artikel zum Thema bei gulli.com
Danke Kartoffelpunk für dieses großartige Werk!
Hab ich schon gesagt: wikileaks rockt!
Ich habe gerade die folgende Email an alle deutschen EU-Parlamentarier – die ich finden konnte – geschickt. Damit will ich den Abgeordneten nochmal klar machen was ich und viele andere von ihnen erwarte.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich wende mich an Sie, in ihrer Tätigkeit als - mein - Vertreter im europäischen Parlament. Ich möchte Sie bitten gegen die Weitergabe der SWIFT Daten zu votieren. Verhindern Sie den unkontrollierbaren Abfluss der Finanzdaten ihrer Wähler! Die Weitergabe der SWIFT Daten - so wie momentan geplant - verletzen gleich mehrere Grundrechte aller deutschen bzw. europäischen Bürger. Die Weitergabe dieser Daten stellt einen völlig unverhältnismäßigen tiefen Eingriff in die Privatsphäre von ca. 450.000.000 EU-Bürgern dar. Grundsätzlich gehen meine Bankdaten überhaupt gar keinen ausländischen Nachrichtendienst etwas an. Wollen Sie in Kauf nehmen dass ausländische Dienste mit Finanzdaten von EU-Bürger versuchen diese zu erpressen? Die innerdeutschen und innereuropäischen Zahlungsströme - welche ja auch z.T. über SWIFT abgewickelt werden, gehen ausländische Geheimdienste erst rechts nichts an. Auch wenn die Amerikaner 'versprechen' die Daten nicht zusammen zu führen und zu anderen Zwecken zu nutzen muss ihnen klar sein das dieses 'Versprechen' nicht das Papier wert ist auf dem es steht. Erstens kann das eh nicht effizient kontrolliert werden und zweitens haben die amerikanischen Dienste in der Vergangenheit oft genug bewiesen wie ernst derlei Verbote genommen werden, z.B. im Fall Enercon [1]. Ich weise sie ebenso daraufhin dass es noch einen weiteren Aspekt gibt der in der öffentlichen Diskussion bisher keine weitere Erwähnung fand. Soweit ich weiß sind auch die europäischen Zentralbanken über das SWIFT Netzwerk verbunden und tätigen so ihre Zahlungen untereinander. Mit einem Zugang zu den SWIFT Daten würden u.U. auch diese Daten mit an die amerikanischen Dienste übertragen werden. Das Mißbrauchspotential dieser Datensammlung steht in keinem Verhältnis zum angeblichen - unbewiesenen - Nutzen. Wer solche unkontrollierbaren Datensammlungen zulässt leistet aktiven Datenverbrechen an den eigenen Bürgern vorsätzlich Vorschub. Ich bin überzeugt dass ihre Wähler für derlei Verhalten keinerlei Verständnis haben würden. Des weiteren wird hier versucht den Einfluss des europäischen Parlaments massiv zu untergraben. Alleine aus diesem Grunde sollte sich das Parlament quer stellen, um klar zu machen das solche Alibi-Demokratie-Simulationen mit den gewählten Parlamentariern des Europaparlaments nicht zu machen sind. Alles andere wird die Stellung des EU-Parlaments nicht gerade stärken. Stärken Sie die Demokratie, stärken Sie den Datenschutz, stimmen Sie gegen das SWIFT Abkommen mit den USA. Mit freundlichen Grüßen Florian Walther Referenzen: [1] Verrat unter Freunden, der Fall Enercon
Wäre toll wenn das hier ein paar Nachahmer finden würde. Schickt euren Abgeordneten Mails, Faxe oder ruft einfach an. Hier finden sich alle Abgeordnete aus dem LIBE Ausschuß.
Update: Vor allem die Abgeordneten aus den anderen EU Ländern sind wohl noch unentschlossen. Also vor allem die anschreiben.
Ab sofort ist scusiblog.org auch über IPv6 erreichbar. Die scusiblog.org IPv6 Adresse ist: 2001:4d88:1fff:4::1c, aber keine Sorge das braucht sich niemand zu merken. Der für scusiblog.org zuständige DNS Server macht das schon.
[scusi@home ~]$ dig @dns.snurn.de scusiblog.org AAAA ;; ANSWER SECTION: scusiblog.org. 259200 IN AAAA 2001:4d88:1fff:4::1c
Und mit netcat zum Webserver klappt auch über IPv6:
[scusi@home ~]$ nc -6 -vvn 2001:4d88:1fff:4::1c 80 Connection to 2001:4d88:1fff:4::1c 80 port [tcp/*] succeeded! HEAD / HTTP/1.0 HTTP/1.1 200 OK Date: Sun, 31 Jan 2010 00:46:44 GMT Server: Apache Last-Modified: Sat, 30 Jan 2010 23:48:14 GMT ETag: "185feb6-ee-47e6a62ad4b80" Accept-Ranges: bytes Content-Length: 238 Connection: close Content-Type: text/html
Natürlich klappt das ebenso auf Port 443 (HTTPS). Wer will kann scusiblog.org nun mit HTTPS über IPv6 ansprechen. Da der zuständige DNS nicht nur AAAA Records ausliefert, sondern selber auch über IPv6 erreichbar ist, braucht man zum scusiblog lesen ab sofort gar kein IPv4 mehr. Ist jetzt alles native IPv6.
Noch Wünsche offen?




