ScusiBlog

background emmission of scusi.

MultiChecksum Supports Blake2

| Comments

Kurze Durchsage in eigener Sache: Ich habe mein Tool MultiChecksum aktualisiert, es unterstützt jetzt auch Blake2.

Im Moment werden die Varianten Blake2b und Blake2s, jeweils in der 256er Variante unterstützt. Blake2b in der 512er Variante werde ich möglicherweise auch noch einbauen.

Neues SSL Zertifikat

| Comments

Ich hab endlich mal ein neues Zertifikat besorgt und installiert. Absofort sind die folgenden Fingerabdrücke für das scusiblog.org Zertifikat gültig.

SHA-256-Fingerabdruck DD 1A 4F 3B 3B 1D 39 87 B2 4F 70 B0 06 F3 3C 3C C0 EA 56 7C 54 1D 80 49 4E 92 28 3B 50 01 C8 DF

SHA-1-Fingerabdruck FA 62 70 1D A8 3A 4D DF 60 A8 F0 28 22 02 9A 49 89 03 9D C9

An Oscar for CitizenFour

| Comments

Congratulation to Laura Poitras and everyone who helped to make this great documentary about Edward Snowden. If you have not seen this Film, watch it. I saw it on 31C3 in Hamburg and can tell you it is a great movie.

Update: Have you seen The Program from Laura Poitras? Watch it.

Obama Hat Nichts Verstanden

| Comments

Anlässlich des Besuches von Frau Merkel bei Herrn Obama muss ich zu dem folgenden Statement von Obama einiges zu Protokoll geben:

And given Germany’s history, I recognize the sensitivities around this issue. What I would ask would be that the German people recognize that the United States has always been on the forefront of trying to promote civil liberties, that we have traditions of due process that we respect, that we have been a consistent partner of yours in the course of the last 70 years, and certainly the last 25 years, in reinforcing the values that we share. And so occasionally I would like the German people to give us the benefit of the doubt, given our history, as opposed to assuming the worst – assuming that we have been consistently your strong partners and that we share a common set of values.

Wenn Obama sich mal wirklich mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt hätte, müsste ihm bewusst sein, dass vor dem Holocaust die Volkszählung stand. Ohne die Daten der Volkszählung wäre der Holocaust unmöglich gewesen. Das Grundproblem waren also zu große und detailierte Datenhalden, angelegt von der Vorgängerregierung. Diese Daten ermöglichten den Nazis den Holocaust zu planen und durchzuführen. Wenn ich auf die Datenhalden der USA - vorallem der NSA und der anderen Geheimdienste und sog. Sicherheitsorgane blicke, beschleicht mich die Vermutung dass die Regierung der USA (und anderer Länder) genau gar nichts aus der Geschichte Deutschlands gelernt haben.

Wenn ich Phrasen wie forefront of trying to promote civil liberties, traditions of due process that we respect oder reinforcing the values that we share lese bekomme ich das kalte Kotzen.

Ich weiß gar nicht von was der da faselt. Die USA führen extralegal Hinrichtungen und Entführungen durch, sie Foltern, führen einen Krieg gegen Journalisten und Whistleblower, sie spionieren die ganze Welt aus, sie hacken alles was nicht bei drei auf einem Baum ist,…. das hat alles mit civil liberties, due process and values we share nix aber auch gar nichts zu tun.

Das sind nicht meine Werte, das ist in keinster weise ein faires Verfahren und das sind auch keine zivilen Freiheiten, das ist Machtpolitik über Gewalt, Mord und Folter.

Und genau desswegen ist ein Vetrauensbonus vollkommen unangebracht, mögen die USA sich das Vertrauen welches sie sich wünschen erstmal wieder erarbeiten. Dazu müssten sie dann mal eine echte Kehrtwende in ihrer Politik und ihren Aktionen hinlegen, inklusive echter transparenz damit das auch alles nachprüfbar ist. Ansonsten gibt es hier gar nichts, ausser einen einzelnen Finger und zwei Worte: Fuck You

Charlie Hebdo Und Die Vorratsdatenspeicherung

| Comments

Es hat ja ein bisschen gedauert, bis die üblichen Überwachungsfanatiker hierzulande den Anschlag in Paris zu instrumentalisieren um die erneute Einführung einer - mit unserer Verfassung und den europäischen Grundrechten nicht vereinbaren - Vorratsdatenspeicherung zu fordern.

Jetzt allerdings fordern CDU, CSU und SPD lauthals die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland.

Fakt ist allerdings:

  • Dass es in Frankreich derzeit eine Vorratsdatenspeicherung gibt.
  • Diese nicht dabei geholfen hat das Attentat zu verhindern.
  • Diese nicht dabei geholfen hat die Täter nach der Tat zu indetifizieren.
  • Ebenso hat die Vorratsdatenspeicherung nicht dabei geholfen die Täter auf ihrer Flucht zu verfolgen.

Wer jetzt die wiedereinführung einer Maßnahme - aufgrund dieses Anschlags - fordert, die mit unserer Verfassung und unseren Grundrechten nicht vereinbar ist instumentalisiert die Ereignisse schamlos!

Die Obfrau der Grünen im Bundestags-Innenausschuss, Irene Mihalic hat es gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung schön auf den Punkt gebracht indem sie sagte:

Die Vorratsdatenspeicherung jetzt zu fordern, ist nicht zielführend, sondern eine Instrumentalisierung der Ereignisse.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen ausser an die Adresse dere die jetzt die Vorratsdatenspeicherung fordern zu sagen:

Ihr solltet euch schämen dieses Attentat zu instrumentatisieren um Grundrechts- und Verfassungsfeindliche Datensammlungen zu fordern.
Die Sicherheit von uns allen erhöht sich nicht dadurch dass wir Kommunikations- und Bewegungsprofile von unbescholtenen Bürgern sammeln und horten, ganz im Gegenteil lehrt uns die Geschichte dass alle Daten die erhoben werden früher oder später missbraucht werden.

Je Suis Charlie

| Comments

Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Charlie Hebdo in Paris möchte ich darauf Hinweisen, dass es kein Grundrecht auf beleidigt sein gibt. Die Redaktion eines Satire Magazins zu Überfallen und alle Anwesenden zu erschießen ist durch nichts zu rechtfertigen.

Salman Rushdie hat dazu einige sehr schlaue Dinge gesagt.

Es folgt eine Liste der Zitate die ich in diesem Zusammenhang am besten finde und über die man mal nachdenken sollte.

If terrorism is to be defeated, the world of Islam must take on board the secularist-humanist principles on which the modern is based, and without which Muslim countries’ freedom will remain a distant dream.

What one writer can make in the solitude of one room is something no power can easily destroy.

It’s one thing to say, ‘I don’t like what you said to me and I find it rude and offensive,’ but the moment you threaten violence in return, you’ve taken it to another level, where you lose whatever credibility you had.

The world is full of things that upset people. But most of us deal with it and move on and don’t try and burn the planet down.

The enemy for the fanatic is pleasure, which makes it extremely important to continue to indulge in pleasure. Dance madly. That is how you get rid of terrorism.

The idea of the sacred is quite simply one of the most conservative notions in any culture, because it seeks to turn other ideas - uncertainty, progress, change - into crimes.

Es lohnt sich durch die Zitate von Salman Rushdie zu scrollen.

Überwachungs Maut

| Comments

Straßen Maut könnte so einfach sein. Die Schweiz macht es uns seit Jahrzenten vor. Will man die schweizer Autobahnen nutzen, kauft man sich an der Grenze oder an Tankstellen einen Aufkleber der für das laufende Kalenderjahr gültig ist, klebt diesen in die Windschutzscheibe und los geht es. Das ist verständlich, einfach und datenschutzfreundlich. Beim Kauf des Aufklebers brauche ich nur genügend Bargeld, es werden sonst keine Daten erhoben. Das System braucht keine Computer und andere Technik. Die Schweizer können im Erstfall sowohl die Kontrolle als auch den Verkauf koplett offline und analog erledigen. Ausserdem ist das natürlich günstig, man hat kaum Abhängigkeiten und kaum Komplexität. Ein gutes System für alle Beteiligten.

Wenn die CSU - in diesem Fall Herr Dobrindt - sowas machen dann geht das natürlich nicht einfach, günstig und datenschutzfreundlich. Dann muss das schon teuer komplex, gefährlich und unsicher werden.

Da werden dann erstmal vollkommen unnötige aber dafür teure Abhängigkeiten geschaffen. Man braucht Mautbrücken mit einer Vielzahl von Technologien bestückt. Jede Mautbrücke braucht einen kleinen Serverraum nebenan. Man braucht Strom und Datenleitungen - letztere sogar quer durch die Republik, man braucht große Rechenzentren, eine unmenge an Servern und natür entsprechend Personal um das alles zu warten und am laufen zu halten.

Dann werden noch möglichst viele Daten gesammelt, verarbeitet und über lange Zeit gespeichert.

Ich möchte mich gar nicht weiter dazu äussern was da alles gespeichert werden soll und was das für eine Gefahr darstellt. Das wurde an anderer Stelle schon ausführlich genug getan, z.B. bei netzpolitik.org, bei heise.de und auch bei cr-online

Das Missbrauchspotential dieser Datenberge ist natürlich enorm. Da die erhobenen Daten ein Vielzahl von Verwendungszwecken bieten. So kann man damit Bewegungsprofile aller Autofahrer die deutsche Straßen nutzen erstellen. Da fallen mir auf anhieb dutzende Stellen ein die das gerne hätten. Der scheidende BKA Präsident Herr Ziercke hat ja schon angeklopft und verlangt Zugriff auf die Mautdaten für das BKA zu erhalten (Link).

Selbst wenn Herr Dobrindt darauf verweist dass sein Gesetzentwurf den folgenden Abschnitt enthalte:

Eine Übermittlung, Nutzung oder Beschlagnahme dieser Daten nach anderen Rechtsvorschriften ist unzulässig.

Die Frage ist doch wie lange steht das dort oder anders formuliert ist das was da steht überhaupt das Papier wert auf dem es gedruckt wurde?

Es mag sein dass das die härteste Datenschutzvorschrift in Deutschland sei, die wir kennen. Was Herr Dobrindt wissentlich verschweigt ist dass es eben nicht der beste Datenschutz ist den wir in Deutschland kennen.

Der beste Datenschutz den wir in Deutschland kennen ist die Datensparsamkeit.

Das Gebot der Datensparsamkeit wurde von Herrn Dobrindt leider überhaupt nicht beachtet, sondern eher mit Füßen getreten. Stattdessen tat man - wissentlich - das Gegenteil sammelte so viele Daten wie nur ging und versucht nun die Bürger für dumm zu verkaufen.

Anzunehmen dass die Mautdaten nicht eh anderen Geheimdiensten in die Hände fallen ist sowieso Naiv angesichts einer Bundesregierung die weder sich selber noch ihre Bürger vor ihrem engsten Verbündeten auch nur halbwegs adequat schützen kann.

Ich habe erst vor wenigen Tagen darauf verwiesen wie regelmäßig die Forderungen der Spitzel und Schnüffler kommen ihnen doch endlich Zugriff auf all die schönen Datenberge zu geben. In Bezug auf Datenberge wäre es wünschenswert wenn wir eher ein Flachland wären. Apropos Flachland: Wir wissen nicht wie die Zukunft aussieht, und aus genau diesem Grund ist es unverantwortlich derlei Datenberge anzuhäufen deren Brisanz uns heute schon klar ist. Sonst passiert das was 1940 in den Niederlanden passiert ist. Dort hatte man mit der Volkszählung u.a. auch die Religionszugehörigkeit erfasst. Diese Daten fielen beim Einmarsch der Wermacht den deutschen Nazis in die Hände die diese Daten sogleich zu nutzen wussten, was für die Juden der Niederlade tödlich war. Siehe wikipedia.

Was der Herr Dobrind da gerade vorschlägt ist die technische Infrastruktur zur nahezu Komplettüberwachung aller Autofahrer in Deutschland. Da wird sich die NSA aber freuen wenn sie in Zukunft Bewegungsprofile aller Nutzer deutscher Straßen bekommen. Heutzutage muss man ja nicht mehr in Länder einmarschieren um dan die Daten zu kommen. Das geht per Internet viel einfacher, schneller und kostengünstiger. Dank der CSU und unseren absolut unfähigen Politikern a la Dobrindt.

Macht es halt einfach wie die Schweiz. Einfach, Verständlich, Datenschutzfreundlich, ohne Risiken und Gefahren für die Informationelle Selbstbestimmung.

Zitat Des Tages

| Comments

Das Zitat des Tages geht an Konstantin von Notz, Netzpolitischer Sprecher der Grünen für die folgende Bemerkung:

Wenn die Regierung Merkel/Gabriel schon beim Selbstschutz scheitert, darf man sich bezüglich des Schutzes der Kommunikation von Bevölkerung und deutschen Behörden überhaupt keine Hoffnungen machen.

Konstantin von Notz über das eklatante Versagen der Bundesregierung bei der Cybersicherheit

Die Details im Hintergrund sind übrigens richtig gruselig und können bei heise.de nachgelesen werden.

Kostprobe:

Neben Managementfehlern werfen die Rechnungsprüfer der Regierung demnach Verschwendung in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags vor.

http://heise.de/-2432204

So hätten sich allein zwischen 2008 und 2013 für Planung, Aufbau und Testläufe 50 Millionen Euro verflüchtigt, monieren die Rechnungsprüfer. Mehr als 40 Millionen Euro mussten zudem für die Sicherungsmaßnahmen der bestehenden Netze ausgegeben werden, weil die neuen nicht rechtzeitig zur Verfügung standen.

http://heise.de/-2432204

Unsere Steuergelder bei der Arbeit, verschwendet von Vollpfosten ohne Ahnung und Plan - alle Kündigen, sofort!

Alle Jahre Wieder - Polizei Will Mautdaten

| Comments

Vor fast genau einem Jahr - am 06.11.2013 - wurde an dieser Stelle darüber berichtet dass es wieder mal einen Vorstoß von Seiten der Sicherheitsbehörden gibt an die Mautdaten der deutschen Autobahnen zu kommen. Damals forderte der damahlige Innenminister den Zugriff auf die Mautdaten um einen LKW zu finden.

Heute fordert der Bund deutscher Kriminalbeamter Zugriff auf die Mautdaten- siehe heise Artikel.

Ich kann dazu nur sagen was ich auch vor einem Jahr gesagt habe:

Verdachtsunabhängige Rasterfahndung und Vorratsdatenspeicherung aller deutscher Verkehrsteilnehmer ist unverhältnismäßig, grob fahrlässig, macht uns alle unsicherer, untergräbt die Demokratie und den Rechtsstaat und gibt den Geheimdiensten noch mehr Daten und Missbrauchspotential.

Ausserdem finde ich dass sich der Bund deutscher Kriminalbeamter der Ehrlichkeit halber in Bund deutscher Spitzel und Überwacher umbenennen sollte.

VG-Media Streckt Die Waffen - Vorerst

| Comments

Die VG-Media, der Zusammenschluß von Verlagen um ihr Leistungsschutzrecht (LSR) gegenüber Internetdiensten zu vertreten, streckt erstmal die Waffen und erteilt google eine Gratiseinwilligung.

Damit ist das LSR - wie zu erwarten war - ersteinmal als Bettvorleger gelandet. Google hat sich beharrlich geweigert die Inhalte der Verlage die das Leistungsschutzrecht in Anspruch nehmen zu lizensieren. Stattdessen hat Goggle angekündigt die entsprechenden Inhalte einfach nur noch mit der Überschrift anzuzeigen, kein Vorschaubild, kein Textanriß.

Die Verlage hatten bis zuletzt versucht mit Hilfe des Bundekartellamtes Google dazu zwingen zu lassen ihre Inhalte praktisch nutzen zu müssen, damit sie dann die fälligen Abgaben über das LSR eintreiben lassen können. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt sagte heute auf einer Veranstaltung:

Es lässt sich nur schwer aus dem Leistungsschutzgesetz ableiten, dass Google die Verlagsinhalte mehr zu nutzen hat und dafür Geld zahlen muss.

Andreas Mundt Präsident Des Bundeskartellamts - Auf Den Medientagen in München Am 22.10.2014

Die VG-Media hat daraufhin ebenfalls heute diese Pressemitteilung veröffentlicht.

Google wird ab morgen, den 23. Oktober 2014 die Presseerzeugnisse der Presseverleger, die durch die VG Media vertreten werden, auf den Google-Oberflächen nur noch sehr eingeschränkt und ihre Bilderangebote gar nicht mehr darstellen. Um dies zu vermeiden, haben die Presseverleger die VG Media ganz überwiegend angewiesen, ab dem 23. Oktober 2014 gegenüber Google eine widerrufliche „Gratiseinwilligung“ in die unentgeltliche Nutzung ihrer Presseerzeugnisse zu erklären.

Pressemitteilung der VG-Media vom 22.10.2014

Was die Verlage da mit dem LSR versuchen ist in meinen Augen eine Art Schutzgeld für ihre Internetangebote. Der Unterschied zur Mafia besteht im wesentlichen darin dass die Verlage ihre Geldeintreiber nicht selber bezahlen sondern über ihr Gesetz (das LSR) den Staat vorschicken und so ihre Geldeintreiber vom Steuerzahler finanzieren lassen.

Diese unsägliche Leistungsschutzrecht gehört ganz schnell wieder abgeschafft.